Mit der Rückkehr des Wolfes in der Schweiz sind die Schafsherden vermehrt durch dessen Angriffe bedroht. Um diese zu schützen, werden Herdenschutzhunde eingesetzt, welche rund um die Uhr die Herde vor dessen Raubtiere beschützt. Die Herdenschutzhunde leben ab ihrem ersten Lebenstag mit der Schafsherde zusammen und betrachten diese wie ihre Familie.

Damit wir Menschen das Verhalten der Herdenschutzhunde besser verstehen und analysieren können, wurde das Projekt «Watchdog» durch AGRIDEA und Verein HSH-CH (Herdenschutzhunde Schweiz) ins Leben gerufen. Das Ziel ist es anhand eines GNSS (Global Navigation Satellite System), welches am Hundehalsband fixiert wird, die Bewegungen der Herdenschutzhunde in Echtzeit und «live» auf seinem Computer oder Smartphone verfolgen und folglich situationsspezifische Analysen machen zu können. Technisch gesehen wird hier die modernste LTE Cat-M1 Technologie eingesetzt, um auch eine längere Batterielaufzeit zu erreichen.

Die Watchdogs sind in erster Linie ein Instrument zur Verbesserung des Herdenschutzes. Es ist wichtig zu verstehen, in welcher Beziehung die Hunde gegenüber der Schafsherde stehen, damit man die Herdenschutzhunde erfolgreich ausbilden kann. Weiter werden die Watchdogs verwendet, um zu kontrollieren, ob 1. die Beziehung zwischen der Schafherde und den Herdenschutzhunde richtig funktioniert 2. Hunde, welche gegenüber der Herde nicht mehr «treu» sind, von der Herde zu entfernen und 3. Die für die Zucht auszuwählen, die die beste Eignung besitzen. Durch das Platzieren eines Watchdog am Herdenschutzhund und andere an mehrere Schafe ist die Beziehung des Hundes gegenüber der Herde anhand seiner Bewegungen und deren der Herde einfacher zu analysieren. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden dann ausgewertet und fliessen in die Ausbildung der Herdenschutzhunde mit ein. In absehbarer Zukunft soll eine weitere Funktion implementiert werden, welche das Bellen des Hundes auswerten kann. In dieser Auswertung ist das Ziel, das Bellintervall zu messen, um das Verhalten des Hundes zu analysieren.

Damit wir in Zukunft mit der Präsenz des Wolfes leben können, braucht es Unterstützung von smarten und innovativen Technologien wie die des Watchdogs aber vor allem gut ausgebildete Herdenschutzhunde. Die Watchdogs kommen bereits in der ganzen Schweiz erfolgreich zum Einsatz.

Durch die Watchdog Technologie hoffen wir, dass die Landwirte ihre Schafsherden trotz der Anwesenheit von Wölfen weiterhin in den Schweizer Bergen halten können. Als Foxtron sind wir stolz, unseren Beitrag zum Herdenschutz leisten zu können und blicken gespannt in die Zukunft!

© Photo Yvain Genevay, le Matin